ProFair wird 25 – Von der Doppelgarage zum Kreativspezialisten
Es duftet nach frischer Farbe und die letzten Gerüste werden gerade abgebaut. Rechtzeitig vor dem 25-jährigen Jubiläum am 20. August ist die Erweiterung des ProFair-Geländes so gut wie abgeschlossen.
Beim Gang durch den mehr als 7.000 Quadratmeter großen Betrieb wird Klaus Nottebaum nostalgisch. „Als wir 1984 in Düsseldorf anfingen, war unser Lager eine Doppelgarage“, erinnert sich der Gründer von ProFair.
Ähnlich pragmatisch ging es Mitte der Achtzigerjahre auch in anderen Dingen zu. Die Maler- und Lackierarbeiten wurden bei gutem Wetter im Hof durchgeführt. Und wenn auf der Hannover Messe seinerzeit 15 Stände in 13 Hallen gebaut werden mussten, war das eine logistische Herausforderung. „Als frisch gegründeter Betrieb hatten wir gerade mal vier Bohrmaschinen“, erzählt Nottebaum. „Mobiltelefone gab es nicht und so konnte der Werkzeugeinsatz manchmal nur mit Hilfe von Durchsagen über den Hallenlautsprecher koordiniert werden.“
Mit den Kunden gewachsen
Zu den ersten Auftraggebern von ProFair gehörten der Klingenhersteller Kai und der Aluminiumveredler Alanod.
Diese zwei Aussteller zählen noch heute zum Kundenstamm. „Beide Unternehmen sind mit uns gewachsen“, sagt Klaus Nottebaum. „Und wir mit ihnen.“ Im Laufe der Jahre kamen immer mehr Kunden hinzu, die bis heute fest bei der Stange geblieben sind: 3M, Epson, Ferag, Keuco oder Vossloh – die Liste ließe sich umfassend erweitern.
Um dem stetig zunehmenden Auftragsvolumen und den steigenden Anforderungen gerecht zu werden, gab es mehrere Umzüge. Schon bald hatte die Doppelgarage ausgedient. ProFair wechselte 1986 vom Gründungsdomizil in der Himmelgeister Straße in ein altes Düsseldorfer Industriegebäude an der Ringelsweide. Zwölf Jahre später war auch dieses Areal zu klein geworden. 1998 erfolgte der Umzug zur heutigen Betriebsstätte am Stadtrand in der Hildener Forststraße. Das vom Creative Director des Unternehmens, Thomas Lahr, mitkonzipierte Firmengelände ging 2006 in den Eigenbesitz über.
Mittlerweile 60 feste Mitarbeiter
Frühzeitig umgab sich ProFair mit Kreativität aus Architektur und Design. „Wir sind einer von einer Handvoll Betrieben in Deutschland, der diese Kreativität weltweit lückenlos bedienen kann“, betont Jens Falkenburg. Daneben wird der Faktor Verlässlichkeit groß geschrieben – die „Personalie Falkenburg“ steht beispielhaft für vorausschauendes Handeln. Er kam 1995 zu ProFair und war von Anfang an als Partner vorgesehen. Seit 2007 bildet Jens Falkenburg mit Klaus Nottebaum die Doppelspitze.
Ein Mitarbeiter, Projektleiter Frank Peters, ist von der allerersten Stunde an dabei. Aus anfänglich sechs sind mittlerweile rund 60 fest angestellte Mitarbeiter geworden – darunter fünf Auszubildende. In Spitzenzeiten werden temporär über 200 Personen beschäftigt. Auch der Umsatz hat kräftig zugelegt. Verglichen mit dem ersten Geschäftsjahr haben sich die Erlöse von ProFair in der Gegenwart vervielfacht.
Diversifizierung und Internationalisierung
Schon früh unternahm ProFair haarscharfe Diversifizierungsschritte. Was in den Anfängen mit dem zeitweise bestehenden Friseurbetrieb „ProHair“ begann, ist 25 Jahre später ein professioneller Dreiklang: ProFair Messe, ProFair Design, ProFair Event. „Damit können Kundenwünsche auch außerhalb des Messebereichs umfassender erfüllt werden“, begründet Jens Falkenburg. Viele Unternehmen möchten einen Showroom „designt“ haben und einige gleich ihren gesamten Firmensitz. Ausgewiesene Expertise besitzt ProFair bei der Entwicklung von Shop-in-Shop-Konzepten.
Und immer mehr große und kleine Firmen wissen um die Bedeutung der Live-Kommunikation – das Geschäftsfeld Event verzeichnet rasante Zuwächse. ProFair Event setzt Corporate Events und Roadshows europaweit um: von der Ideenfindung über die Planung bis zur organisatorischen Umsetzung im Vorfeld und vor Ort. Sogar der Papst wurde schon bedient. Beim Deutschlandbesuch von Benedikt XVI. hat ProFair den roten Teppich ausgerollt und die Bühne gebaut. Auch bei Auftritten der Queen und des Bundespräsidenten waren die Hildener aktiv. Da ist Fingerspitzengefühl gefragt und oft braucht es interkulturelles Know-How. Das hat ProFair durch Beteiligungen und Partnerschaften – wie in Japan und den USA – wahrlich zur Genüge. National und international gibt sich Jens Falkenburg optimistisch: „Wir haben die Weichen für die nächsten 25 Jahre gestellt.“